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Samstag, 18. Mai 2019

Fruchtige Tomatensuppe mit Mozzarella und Basilikum



Der Geschmack des Sommers


Der Klassiker schlechthin – für Groß und Klein, Jung und Alt. Die Tomatensuppe. Die Kinder lieben sie wohl am meisten wegen ihrer kräftigen roten Farbe und weil man das Brot so herrlich reintunken kann. Wir lieben sie, weil sie der Vorbote des Sommers ist – Inbegriff von Frische, Farbe und Genuss. Wer selbst Tomaten anpflanzt, kann frühestens Anfang/ Mitte Juni ernten – dann sind die ersten Sorten reif. In Regel bewegt sich die Haupterntezeit eher um den Juli/ August herum. Unser Tipp: Bereits im Frühling gibt es auf den Wochenmärkten schon eine gute Auswahl von Tomaten. Der Mozzarella verleiht der Tomatensuppe noch einmal einen ganz besonders cremigen Geschmack, Basilikumblätter sorgen für den ultimativen Frischekick. Dazu gibt es bei uns Bauernbrot mit einer leichten Kräuterbutter – und fertig ist ein einfaches, leckeres Familienessen.


Das braucht ihr (4 Portionen):


Für die Tomatensuppe

  •          6 Fleischtomaten
  •          1 Möhre
  •           1 Knoblauchzehe
  •          1 Zwiebel
  •           10-12 Basilikumblätter
  •          2 Liter Tomatensugo
  •          50 g Tomatenmark
  •           3-4 EL Öl
  •          1 TL Salz
  •           1/2 TL Pfeffer
  •          1 TL Oregano
  •          2 TL Zucker
  •           1 Schuss Balsamico Creme


     Für die Kräuterbutter
  •          500 g Butter
  •          Gartenkräuter (Schnittlauch, Petersilie, Dill, Rosmarin), alternativ italienische Kräuter (TK)
  •           1 rote Zwiebel
  •          Meersalz

So wird’s gemacht:


Tomatensuppe

  1. Tomaten würfeln, Möhren reiben, Zwiebeln fein hacken und Knoblauch pressen.
  2. Tomatenmark mit Zucker und Öl in einer Pfanne anbraten bis es leicht bräunlich wird.
  3. Gehackte Zwiebeln dazugeben und glasig braten. Dann die geriebenen Möhren und den Knoblauch in die Pfanne geben.
  4. Das Tomatensugo in einem großen Topf erhitzen.
  5. Die Tomaten aus der Pfanne in den Topf geben und auf kleiner Flamme ca. 20-30 Minuten unter gelegentlichem Rühren köcheln lassen.
  6. Bei Bedarf Wasser hinzugeben.
  7. Zum Schluss mit Salz, Pfeffer und Oregano würzen und vom Herd nehmen.
  8. Gewürfelten Mozzarella und gehackte Basilikumblätter beim Servieren zugeben und mit Balsamico Creme garnieren.

Kräuterbutter

  1. Butter aus dem Kühlschrank nehmen und ca. 20 Minuten weich werden lassen.
  2. In der Zwischenzeit rote Zwiebel und Kräuter fein hacken.
  3. Weiche Butter mit dem Handrührgerät cremig schlagen – dann Zwiebel, Kräuter und Meersalz dazugeben und einrühren.
  4. Bauernbrot im vorgeheizten Backofen ca. 10 Minuten backen.

Donnerstag, 16. Mai 2019

Löwenzahn - der saftig gelbe Alleskönner


Es gibt Tage an denen man etwas verpennt in den Garten schielt und verwundert feststellt, dass alles über Nacht ;) mit Löwenzahn zugewuchert zu sein scheint.

Blöd?! Nein ganz im Gegenteil! Das nervige "Unkraut" ist von der Blüte bis zur Wurzel ein spannender Alleskönner mit jeder Menge Power für's Immunsystem der Mamas und ihre Gartenknirpse. Und damit er nicht wahrlos auf dem Kompost landet, stellen wir euch hier erfolgreiche Einsatzalternativen vor!


1. Müde Mamas aufgepasst -  Kaffee aus Löwenzahn, wer hätt´s gedacht!


und so wird´s gemacht:

  1. Löwenzahnwurzeln (mind. 10 Stück) ausbuddeln und abbürsten.
    Tipp: Am besten erntest du den
    Löwenzahn vor der Blüte an
    trockenen Tagen mit einem langen
    Messer oder Unkrautstecher.
  2. Die geputzten Wurzeln müssen nun in Scheiben geschnitten  und auf ein Blech zum trocknen in die Sonne gelegt werden. Tipp: Alternativ können die Wurzeln im Backofen bei ca 40 Grad getrocknet werden.
  3. Die Wurzelscheiben werden nun in der Pfanne bei niedriger Temperatur und ohne Fett geröstet, bitte öfter wenden.
    Tipp: Mit ein wenig Zucker wird der Kaffee später weniger bitter.
  4. Die gerösteten Scheiben können nun in der Mulinette, im Mixer oder der Kaffeemühle zu Pulverkaffee gemahlen werden.
  5. Das entstandene Kaffeepulver wird wie normaler Kaffee zubereitet und am besten den Freundinnen beim Nachmittagskränzchen serviert. Alternativ steht sicher auch die Schwiegermutti als Testperson zur Verfügung ;) .
    Tipp: Der Kaffee ist Koffeinfrei und baut ein starkes Immunsystem auf. Unseren Gartenknirpsen schmeckt er mit ein wenig Milch und Zucker sicher auch sehr gut!

Weitere spannende Einsatzmöglichkeiten vom Löwenzahn folgen :) ...


Was sind eure Tipps und Tricks die gelbe Wunderblume zu verarbeiten?
Schreibt eure Ideen und Empfehlungen in die Kommentare, wir freuen uns über jeden Beitrag!

Eure Anni

Donnerstag, 9. Mai 2019

Was und wann sind die Eisheiligen?


Es ist es wieder soweit, die Eisheiligen stehen vor der Tür. Sie besuchen uns jedes Jahr vom 11. bis 15. Mai und bringen dem Volksglauben nach kühle Temperaturen oder sogar Bodenfrost mit. Aber wer sind die Eisheiligen eigentlich, woher stammt der Mythos und ist an ihm etwas dran?

Eisheilige bringen Frost und Kälte

Im Mittelalter hatten die Eisheiligen eine enorme Bedeuteung für die Menschen, denn Wetterberichte gab es damals noch nicht. Noch heute kennen wir diverse Bauernregeln, die aus Wetterbeobachtungen entstanden sind. Im Volksglauben kann man an den Tagen der Eisheiligen Vorhersagen über das Wetter der kommenden Wochen und sogar Monate treffen. 

Wer sind die Eisheiligen?

 

Vom 15. bis ins 19. Jahrhundert gab es eine „kleine Eiszeit“ in der viele Landwirte ihre Ernte durch späte Nachtfröste verloren. Für die Landbevölkerung war dies eine echte Bedrohung für das Überleben. Man beobachtete damals, dass es im Mai häufig zu Nachtfrösten kam, die die zarten Pflänzchen nicht überlebten. So entschied man sich, die Aussaat erst nach den Eisheiligen durchzuführen.

Die Namen der Eisheiligen, Mamertus (11. Mai), Pankratius (12.), Servatius (13.), Bonifatius (14.) und Sophia (15.), stammen von Bischhöfen und Märtyrern aus dem 4. oder 5. Jahrhundert. Sophia, die auch als kalte Sophia bezeichnet wird, kommt in zahlreichen Bauernregeln vor. Nach diesen Regeln kann erst nach Sophia mit konstantem Frühlingswetter gerechnet werden. 

Zu beachten ist aber, dass sich diese alten Bauernregeln auf den Julianischen Kalender beziehen. Mit der Gregorianischen Kalenderreform im Jahr 1582 verschoben sich die Daten, die Tage der Heiligen blieben jedoch gleich im Kalender. Demzufolge finden die Kälteeinbrüche heutzutage in der Regel etwa ab dem 20. Mai statt. Ab diesem Zeitpunkt, mit Ausnahme der Schafskälte im Juni, muss nicht mehr mit größeren Kälteeinbrüchen gerechnet werden und man kann endlich seine Pflanzen in den Garten setzen.

Wie entstehen die Eisheiligen?

 

Im Frühling erwärmt sich das mitteleuropäische Festland schneller, als das Meer darum herum. Dies erzeugt Tiefdruckgebiete, die eine Verschiebung der Luftmassen verursachen. Warme Luftströme auf dem Festland ziehen nach Norden und saugen kalte Luftströme aus den Polargebieten auf das Festland. Bei klarem Himmel kann dann sogar Bodenfrost entstehen. In Österreich beginnen die Eisheiligen übrigens erst einen Tag später. Der Grund ist die südlichere Lage, weswegen die Tiefdruckgebiete dort erst später eintreffen.

Die Vorhersage für 2019

 

Laut Wettervorhersage müssen wir wohl nicht mit starken Frösten wie am letzten Wochenende rechnen. Im Süden Deutschlands wird es über Höchstwerte im einstelligen Bereich nicht hinausgehen. Dazu soll es regnen, bis zu 50 Liter in fünf Tagen sind angesagt.  
Im Norden Deutschlands hingegen bleibt es weitgehend trocken und hier zeigt sich sogar die Sonne. Bis zu 50 Sonnenstunden sind in den fünf Tagen drin. Dennoch wird wohl nirgendwo die 20 Grad-Marke geknackt.

Ist an dem Mythos der Eisheiligen wirklich was dran?

 

Es zeigt sich immer wieder: Alte Bauernregeln sind nur eine grobe Orientierungshilfe. Denn nicht jedes Jahr gibt es Spätfröste bis Mitte/Ende Mai. In den letzten Jahren blieben sie oft ganz aus. Zudem helfen heutzutage wissenschaftlich Wettervorhersagen, auf die wir Gartenbesitzer uns verlassen können. Dennoch ist es sicherlich nicht verkehrt, einige Bauernregeln zu kennen und zu verinnerlichen. Auf der sicheren Seite ist man, wenn man mit der Gartengestaltung erst nach den Eisheiligen startet.

Startschuss für Hobbygärtner

 

Spätestens Ende Mai, wenn die Eisheiligen definitiv verflogen sind, könnt ihr also eure kleinen, auf der Fensterbank vorgezogenen Gemüse- und Blühpflanzen, ins Beet und in den Balkonkasten setzen. Außerdem könnt ihr eure Gurken oder andere Gemüsepflanzen ab dann direkt ins Beet aussähen.
Ebenso könnt ihr dann auch alle gekauften, nicht winterharten Kräuter sowie Dahlienknollen und weitere Blühpflanzen auspflanzen und die Kübelpflanzen aus dem Schuppen oder Keller ins Freie bringen. 

Wir wünschen euch viel Spaß dabei!